Neulich an einem Leiterschafts „Vortreffen“ in der Schweiz (für das globale Treffen in München vom 25.-28. Oktober), befanden wir uns in einer tief abmühenden Fürbitte für diese Generation Jugendlicher – die trotz all der sozialen Medien und Technologien viel mehr Einsamkeit und Entfremdung – weniger „Familie“ – als irgendeine andere Generation der Geschichte erleben mag.

Während wir beteten, kamen uns plötzlich zwei Bibelstellen in den Sinn. Die erste: 2. Timotheus 3,1-5.

…dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten kommen werden. Denn die Menschen werden viel von sich halten, geldgierig sein, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar…

Wann immer ich dies lese, möchte ich Paulus fragen: „Waren die Menschen in deiner Zeit wie kleine Engel, nicht eingenommen von all diesem bösen Benehmen? Das ist nur etwas für die künftigen ´letzten Tage´“? Nein, es gab eine Menge Böses zu Paulus´ Zeiten. Dennoch, die meisten traditionellen Gesellschaften bejahten die Existenz absoluter Standards der Moral und Tabus. Die meisten Menschen zu Paulus Zeit, seien es Juden oder Griechen, hätten zugestimmt (wenigstens in der Theorie), dass diese Liste des Bösen in der Tat eine Liste des Bösen ist!

Daher ist die prophetische Warnung folgende: es wird eine Zeit kommen, in der solch ein Verhalten „normal“ werden wird, eine Zeit, in der Menschen und deren soziale Standards sagen werden: „Selbstliebe? Liebe des Geldes? Stolz? Rebellion? Homosexuelle Ehe? Natürlich! Das ist unser `Humanismus`; das ist wie frei-denkende „moralische“ Menschen sich verhalten – was ist falsch daran!?!“

Wir leben in der Zeit, welche die Apostel vorhergesagt haben. Selbstliebe und die Liebe zum Geld (die ersten beiden der langen Liste) wurden zum moralischen Standard für große Teile der Menschheit überall auf der Erde. Die unglaubliche Welle der bereitwilligen Annahme von gleichgeschlechtlichen Ehen ist das gleiche Zeichen: Es gibt keinen größeren Akt der Selbstliebe und des Ungehorsams gegenüber der Familie und der Eltern (von welchen wir das Geschenk des Lebens erhalten haben) als gleichgeschlechtliche Ehen zu bejahen, womit wir den Fortbestand des Lebens durch Zeugung und das Heranziehen von Kindern verleugnen. Es ist eine Zeit, in der im Namen „alternativer Familien“, der Zerfall von alledem was Gott sich als Familie dachte, bezeugt wird.

Die Zusage der Wiederherstellung

Siehe, ich will euch senden den Propheten Elia, ehe der große und schreckliche Tag des HERRN kommt. Der soll das Herz der Väter bekehren zu den Söhnen und das Herz der Söhne zu ihren Vätern…(Maleachi 3,23-24)

Das war die zweite Bibelstelle, welche der Geist in mir anregte. Eine, die etwas verspricht, was nur verstanden werden kann, wenn man zunächst 2. Timotheus versteht – wenn es keine Zerstörung der biblischen Familie gibt, warum sollte Elia dann vor dem Tag des Herrn kommen, um der Väter Herzen zu den Kindern zu bekehren und das der Kinder zu den Vätern? Ist es nicht die „natürlichste“ und „normalste“ Sache eines Vaterherzens, seinen Kindern zugewandt zu sein und umgekehrt? Eigentlich ja, aber nicht in der Endzeit! Es gibt nichts Schädlicheres für Kinder als selbstverliebte, selbstsüchtige Eltern; Und nichts Anstößigeres für Eltern, als ungehorsame, rebellische Kinder.

Darum wurde uns verheißen, dass der prophetische vorauslaufende Geist des Herrn ein großartiges Werk in der Generation vor Jeschuas Wiederkehr tun wird – ein Werk der Wiederherstellung wahrer Familie! Das ist genau das, womit wir uns letzten Monat in der Schweiz in Fürbitte abmühten. Als wir tiefer in das Gebet gingen, fand ich mich selbst folgende Worte wiederholen: “wir gebären die letzte Generation…“

Lasst uns in diesen letzten Tagen gemeinsam für eine Wiederherstellung beider, der natürlichen und der geistlichen Familie der Gemeinde – mit der aufopfernden Liebe des Messias in ihrem Kern beten.

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